Wie viel „Weltbild“ steckt eigentlich in unseren Wertungen übereinander?
Da scrollen wir nichtsahnend durch unseren Feed und stoßen auf eine Studie, die uns direkt dazu bewegt, ein Schulungskonzept zu entwerfen.
Die Analyse „Die Polarisierung der Geschlechter“ von Dr. Ansgar Hudde (Friedrich-Ebert-Stiftung, 2025) zeigt deutliche Unterschiede im Wahlverhalten junger Frauen und Männer. Darunter viele Menschen, die gerade aus ihren Ausbildungen oder Studiengängen in die berufliche Zusammenarbeit treten.
Wichtig: Die Studie beschreibt Gruppenmuster. Daraus lassen sich keine Aussagen über die Einstellungen oder die Teamfähigkeit einzelner Kolleg:innen ableiten.
Für uns ist sie aber durchaus ein Anlass zum Fragenstellen:
Welche Vorstellungen von und Erwartungen an Geschlecht, Fairness und Gleichstellung bringen wir eigentlich mit zur Arbeit?
Hier wird besonders der Einfluss auf unser Verhalten relevant. Zum Beispiel:
– Bei Einstellungen, wenn wir vertrautes Auftreten als Kompetenz wahrnehmen
– In der Zusammenarbeit, wenn unterschiedliche Perspektiven zu gegenseitigen Unterstellungen werden.
– In der Führung, wenn wir dasselbe Verhalten je nach Geschlecht als durchsetzungsstark oder verbissen bewerten.
Solche betrieblichen Situationen untersucht die Studie selbst nicht. Ihre Befunde nehmen wir zum Anlass, Geschlechterbilder und unterschiedliche Vorstellungen von Gleichstellung im Arbeitsalltag genauer zu betrachten. Dazu haben wir bei Vielfalt Spricht ein neues Schulungskonzept entwickelt: „Geschlechterbilder und Polarisierung im Arbeitsalltag“.
Wir arbeiten mit konkreten Fallbeispielen aus Führung und Zusammenarbeit, hinterfragen eigene Zuschreibungen und üben Gespräche, in denen Widerspruch möglich bleibt, Abwertung jedoch Grenzen bekommt.
Unser Lösungsimpuls:
1. Menschen genauer wahrnehmen, d. h. eine beschreibende Haltung einnehmen, Beobachtungen von Interpretationen unterscheiden und eigene Zuschreibungen hinterfragen, um dem Gegenüber möglichst unvoreingenommen zu begegnen und nachzufragen, bevor aus einer Vermutung ein Urteil wird (Klärungsschleifen ermöglichen).
2. Entscheidungen nachvollziehbar treffen, d. h. sprachfähig bleiben, auch wenn es schwierig ist, und transparent vermitteln, welche Kriterien und Überlegungen eine Entscheidung beeinflussen, gerade dann, wenn sie auf Unverständnis oder Widerspruch stößt.
3. Zusammenarbeiten können, wenn die Weltbilder auseinandergehen, dabei bewusst unterscheiden können zwischen der persönlichen Ebene, der jeweiligen beruflichen Rolle und der gemeinsamen Aufgabe, Meinungsverschiedenheiten aushalten, Konflikte sachorientiert bearbeiten und verbindliche Absprachen treffen, ohne die eigenen Werte aufgeben zu müssen.
Zusammenarbeit braucht, wie wir alle wissen, die Fähigkeit, Unterschiede besprechen zu können, ohne Identität anzugreifen. Quasi das Gegenprogramm zu Social Media. Genau daran wollen wir mit Ihnen arbeiten. Das ist unsere Mission.
Sprechen Sie uns an, wir sind für Sie da und beraten Sie gern. Ein herzliches Glück Auf aus der Stadt, in der Arbeit sich immer wieder neu erfindet!