2. Juni 2026

Ungefragt Feedback geben vier Punkt null

Zwei Looksmaxxerchen standen etwas hilflos und verloren dreinblickend im Gym, wollten eigentlich ihre Übungen (Deadlifts) machen. Aber sie mussten sich von einem „erfahrenen“ Muskelmann erklären lassen, wie die denn richtig gehen. Worauf man zu achten habe. Immer wieder wollten die Jungs sich ihren Übungen zuwenden, haben dem selbsternannten Fitnesscoach keinerlei Zeichen ihrerseits gegeben, weder verbal noch körpersprachlich Interesse ausgedrückt. Der Muskelmann wurde des Erklärens aber kaum müde, führte die Übung final dann noch extra langsam und ohne Gewichte vor schloss mit den Worten „Toll, dass ihr hier seid“ sowie „Bleibt dran!“. Die Jungs drehten sich, ohne Dank oder Kommentar, ab.
Das Lustige, eigentlich aber doch eher Traurige, an der ganzen Sache: die Jungs hatten weder nach Unterstützung noch Erklärung gefragt! Und dem Muskelmann gings auch gar nicht um die Jungs, vielmehr um sich selbst. Wie motivierend er doch mit der jungen Generation umgeht, wie fachgerecht er sie an den Sport heranführt, wie toll und zielgruppengerecht er sie doch abgeholt hat. Ein dickes Wow von ihm an sich selbst!
Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit hatten die Jungs des Muskelmannes Infos jedoch alle bereits. Es existieren zig Tutorials im Netz, wie Deadlifts korrekt ausgeführt werden, die sich die beiden garantiert angeschaut haben. Dieser Generation steht profundestes, jederzeit verfügbares, digitales Wissen zur Verfügung. Woraus sie ihre Informationen ziehen und dann, für sich, in der Realität ausprobieren. Der Muskelmann hatte gute Intentionen, wollte ihnen einen sicheren Raum schaffen. Sozusagen ein Helikopter-Schneepflugmann auf Anabolika und Steroiden.
Was hat diese Geschichte mit Personalentwicklung zu tun? Nun, die Jungs haben in der Kommunikation viel richtig gemacht, der vermeintlich Reifere, Erfahrene viel falsch. Die jungen Leute haben
– das ungefragt erhaltene Feedback abgelehnt.
– sich keinen vermeintlichen Autoritäten gebäugt, wie es vielleicht Generetionen davor gemacht hätten.
– kein falsches Interesse an (für sie redundanten) Eingaben geheuchelt, ehrlich geblieben.
– sich nicht zu Unflätigkeiten hinreissen lassen, vielmehr körpersprachlich und verbal professionell distanziert geblieben.
Um es also in der Sprache der Gen Alpha zu formulieren: Anabolikus Steroidowski ist von den beiden kommunikativ ordentlich geframemogged worden! Und damit Sie die junge Generation noch besser abholen können und nicht geframemogged werden, als Praxisanleiter:in und Ausbilder:in, bieten wir Ihnen dazu Unterstützung mit unseren Formaten „Zwischen den Generationen“. Denn, und diese Weißheit existiert seit Genereationen: Wie man Looksmaxxer anspricht, so schallt es zurück (im Original irgendwas mit Wald!).

Sprechen Sie uns an, wir sind für Sie da und beraten Sie gern. Ein herzliches Glück Auf aus der Stadt, in der Arbeit sich immer wieder neu erfindet!